Das Paletten- und Ladungsträgermanagement wird oft in Unternehmen recht stiefmütterlich behandelt. Dabei sind die Optimierungspotentiale meistens enorm. Das Problem in den meisten Firmen ist, dass den Bereich „Ladungsträgermanagement“ oft keinerlei Fokus beigemessen wird. Dieses führt oft zu den folgenden Symptomen:
– Transparenz und zentral Budgets für diesen Bereich existieren gerade in Konzernverbünden nur selten
– Prozesse und Abläufe sind oft sehr heterogen
– Die genutzten IT-System schaffen oft nur wenig Transparenz über die tatsächlichen Bestände und Gesamtbewegungen
– Systeme und Prozesse haben oft einen erheblichen Zeitversatz und bieten keine Transparenz über die aktuellen Bestände und Bewegungen
– Kosten durch Qualitätsunterschiede werden oft nicht erfasst und können nur selten quantitativ und qualitativ benannt werden
– Die Qualifikation der handelnden Personen ist oft nicht dem Budget der Aufgabe entsprechend
– Kernprozesse des Ladungsträgermanagements (Einkauf, Wiederbeschaffung, Transport, Verbuchung, etc.) werden oft von vollkommen unterschiedlichen Personen in einem Unternehmen durchgeführt. Eine Verlinkung der jeweiligen Informationen findet oft nicht statt.
Wir zeigen ihnen wie Sie die Potentiale in dem Bereich Ladungsträgermanagement identifizieren und quantifizieren können und welche Möglichkeiten zur Optimierung sich bieten.

Aufgabenstellungen in dem Bereich Ladungsträgermanagement:
– 1. Grundlagen des Ladungsträgermangement
– 2. Auswahlkriterien
– 3. Marktübersichten: Möglichkeiten, Anbieter, Systeme, Konzepte
– 4. Kosten/Nutzenrechnung beim Ladungsträgermanagement
– 5. Tipps für „Make or Buy“ Entscheidungen

1. Grundlagen des Ladungsträgermangement
Paletten und Ladungsträgermanagement sind keine hippen Themen die große Aufmerksamkeit erregen. Auch werden sie in Firmen sehr häufig stiefmütterlich behandelt und nicht ausreichend mit Ressourcen ausgerüstet. Dabei sind die Einsparungspotentiale in diesem Bereich oft enorm! Für die Wahl des richtigen Ladungsträgermanagement-Systems stehen die folgenden Möglichkeiten zur Verfügung:

Palettentausch
Moeglichkeiten beim Lademittelmanagement

Alle gezeigten Möglichkeiten haben sowohl Vor- als auch Nachteile. Auch passen nicht alle Möglichkeiten bei allen Materialflüssen, Ladungsträgern und Rollen innerhalb der Suply Chain. Hier gibt es also kein richtig oder falsch, sondern es gilt sich aus den vorhandenen Möglichkeiten das Beste raus zu picken und auf den individuellen Anwendungsfall anzuwenden.

2. Auswahlkriterien

Die Wahl des richtigen Ladungsträgermanagement-Systems ist entscheidend für die Möglichkeiten, die dem Anwender im Gebrauch zur Verfügung stehen. Oft bilden die vorhandenen Möglichkeiten die Beurteilungsgrundlage für die Auswahl von Alternativen. Auch wird oft sklavisch nach einem Anbieter gesucht, der alles kann. So einen Anbieter gibt es allerdings nicht. Jeder Anbieter in diesem Bereich hat seine Eigenheiten, Stärken und Schwächen. Hier gilt es den besten Diestleister für den jeweiligen Anwendungsfall zu finden. Auch sollte berücksichtigt werden, dass neue Anbieter, Systeme und technische Entwicklungen oft Möglichkeiten bieten, die die vorhandenen Systeme nicht bieten. Beispiele:

– Funktionen die proaktiv Umbuchungsmöglichkeiten aufzeigen
– Automatische Kontenabstimmungen (auch mit externen Partnern und Dienstleistern)
– Möglichkeiten zur Abwicklung von Kauf/Verkauf-Abwicklungen
– Grafische Darstellung von Beständen und Bewegungen auf Karten
– Abstimmungsmöglichkeiten zwischen Konzernmitgliedern
– Einbindung von unterschiedlichen Teilnehmern in Netzwerken und Konzernen über Standardschnittstellen (ohne Systemintegration!)
– Abwicklung über Apps und Online-Plattformen

3. Marktübersichten: Möglichkeiten, Anbieter, Systeme, Konzepte

Es gibt in Deutschland ca. 30 Anbieter von Software für Palettenkonten und Software zur Lademittelverwaltung. Dazu kommen ca. 18 Anbieter von Behältermanagement-Systemen. Zusätzlich gibt es zahlreiche Online-Ladmittelverwaltungen, offene Lademittelnetzwerke und Softwareanbeiter, die Palettenverwaltung und Palettensoftware als Lösungsmodule anbieten. In dem Wirrwarr von Angeboten das Richtige zu finden ist oft für den Laien sehr schwierig.
Hier hilft ihnen das Expertennetzwerk hinter Poolingwissen.de

4. Kosten/Nutzenrechnung beim Ladungsträgermanagement

Auch die Kosten für die angebotenen Lösungen können sehr stark unterschiedlich sein. Meistens wird bei der Auswahl nur die Kosten als Hauptkriterium herangezogen. Erstellt man hingegen eine saubere Kosten/Nutzen-Rechnung für die einzelnen Lösungen, so stellt sich oft heraus, dass viele Funktionen Einsparungspotentiale bieten, die einen höheren Aufwand für Systeme rechtfertigen. Leider gibt es auch hier kein „Standard Kostenmodell“ mit dem man einfache Vergleiche anstellen könnte.

5. „Make or Buy“ Entscheidungen

Wie auch bei der Auswahl des Ladungsträgers sollten bei der Auswahl nicht nur Kosten berücksichtigt werden. Eingriffe in das Behältermangement, das Palettenmanagement oder das Ladungsträgermangement-Systems können oft große positive und negative Auswirkungen auf bestehende Prozesse und Strukturen haben. Beispiele:
– Bestehende Logistikstrukturen können durch den Einsatz von Poolingdienstleistern oft sehr negativ beeinflusst werden
– Kunden- und Lieferantenverträge beinhalten oftmals auch Aussagen bezüglich des Ladungsträgermanagements. Hier können oft keine Änderungen durchgeführt werden, ohne die entsprechenden Lieferverträge anzupassen
– Der Einsatz von neuen Systemen in dem Bereich Ladungsträgermanagement erfordert oft Schnittstellen und Prozessveränderungen in den vorhandenen IT-Systemen, Organisationen und Rechtestrukturen einer Firma
– Veränderungen in dem Zusammenspiel von Logistikdienstleistern und Auftraggebern
– Usw.

Auch hier können wir wichtige Hinweise geben was alles mitberücksichtigt werden sollte.